Pizza, Politik und ein ziemlich unnötiger Knall

Pressemitteilung des Ortsverbandes Nordenham

Grüne in Nordenham ziehen trotz Böllerwürfen eine positive Bilanz ihres Sommer-Events „Pizza und Politik“ am Nordenhamer Strand , 14. August 2026, 18-21 Uhr

Pizza, Politik, Musik und gute Gespräche: Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Nordenham hatte am Freitag unter dem Motto „Pizza und Politik“ an den Strand auf die Freiluftbühne eingeladen. Ziel war es, insbesondere auch mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und Politik dort stattfinden zu lassen, wo Menschen ihre Freizeit verbringen – offen, unkompliziert und ohne Berührungsängste. Bei bestem Sommerwetter kamen Menschen aus unterschiedlichen Generationen zusammen. Mit dabei waren die Kandidierenden Mareike Suhr-Krippner, Tobias von Nethen, Merle Kauschmann und Tanja Wenk sowie zahlreiche weitere Mitglieder des Grünen Ortsverbandes und Bürger:innen aus Nordenham und umzu.

Bei kostenloser Pizza für alle, Limonade und Musik wurde diskutiert, gelacht und über die Themen gesprochen, die Nordenham und seine Menschen bewegen.

„Wir wollten Politik heute bewusst niedrigschwellig und ohne große Hürden machen. Dass so viele Menschen gekommen sind und mit uns ins Gespräch gegangen sind, hat uns gezeigt, dass das Interesse dafür da ist “, so Mareike Suhr-Krippner. Dass politische Meinungen unterschiedlich sein können, gehört zu einer Demokratie. Dass man mit grünen T-Shirts nicht überall Begeisterungsstürme auslöst, war den Anwesenden ebenfalls bewusst. Bereits beim Einkauf für die Veranstaltung noch kurz vorher am Nachmittag gab es einzelne abfällige Kommentare. Auch während der Veranstaltung fuhren mehrfach Personen vorbei, von denen eine Person den Anwesenden den Mittelfinger zeigte. Darüber kann man sicherlich hinwegsehen.

Deutlich weniger zum Lachen war allerdings das, was anschließend geschah: Zwei angezündete Silvesterböller wurden um ca 19:30 in Richtung der versammelten Menschen geworfen. Einer der beiden Böller landete deutlich entfernt von der Gruppe. Der zweite kam jedoch nur knapp zwei Meter von den anwesenden Menschen entfernt auf. Dass niemand verletzt wurde, war in diesem Moment schlicht Glück. In der Gruppe befanden sich mehrere Kinder, Jugendliche, unter anderem eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Nordenhams, und zahlreiche Erwachsene. Die Organisatorin Mareike Suhr-Krippner dazu: „Wir haben dann nach einem kurzen Schock direkt die Polizei verständigt und Anzeige erstattet. Die Polizei war schnell vor Ort um sich ein Bild der Lage zu machen und uns zu unterstützen. Die Gruppe der männlichen Jugendlichen, die die Böller in Richtung unserer Veranstaltung warfen, war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon weitergezogen. Sie sind auch nicht nochmal wiedergekommen.“

Ein anderer Winkel, ein anderer Wurf oder nur wenige Sekunden Unterschied hätten die Situation völlig anders ausgehen lassen können. „Wir lassen uns davon nicht einschüchtern. Wenn Menschen glauben, politische Auseinandersetzung müsse mit angezündeten Böllern beantwortet werden, sagt das vor allem etwas über die Qualität dieses Umgangs mit Demokratie aus – und nicht über unsere Veranstaltung“, so Tobias von Nethen.

Besonders verantwortungslos war die Situation angesichts der an diesem Tag bestehenden Hitzewarnung und der Warnung vor Trockenheit. Neben der unmittelbaren Verletzungsgefahr hätte ein solcher Böller auch einen Brand auslösen können. Gerade bei den herrschenden Bedingungen hätte daraus schnell eine weitaus größere Gefahr entstehen können. Für die Grünen ist deshalb klar: Wer demokratischen Austausch verhindern oder einschüchtern möchte, wird damit keinen Erfolg haben. Die Veranstaltung selbst hat gezeigt, dass das Interesse am politischen Gespräch groß ist und Menschen unterschiedlicher Altersgruppen Lust darauf haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass der Abend ausschließlich bei Pizza, Limonade und guten Gesprächen bleibt. Aber wir werden ganz sicher nicht anfangen, uns aus Angst vor solchen Aktionen zurückzuziehen. Demokratie lebt davon, dass Menschen zusammenkommen, diskutieren und unterschiedliche Meinungen aushalten. Genau das werden wir weiterhin tun“, so Merle Kauschmann.

Die Bilanz des Abends bleibt daher trotz des Vorfalls eindeutig positiv: Viele gute Gespräche, viele interessierte Menschen und ein deutliches Zeichen dafür, dass politische Beteiligung in Nordenham lebendig ist. Und vielleicht ist das auch die schönere Antwort auf einen Böller: weitermachen.

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